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Weinbau-Info Nr. 02-2020 von Egon Zuberer

Bezirksimkerverein Villingen e. V.
Veröffentlicht von in Info · 18 März 2020
Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Weinbau Tuniberg – Bodensee

Weinbauinfo Nr. 2 vom 18.03.2020

Allgemeiner Entwicklungsstand
Die Entwicklungen auf Grund von Covid 19 „Corona“ beeinflussen zunehmend die Branche, die Mitteilungen
überschlagen sich. Grosse Fragezeichen wirft der Arbeitsmarkt der Saisonarbeitskräfte auf. Der Absatz in die
Gastronomie bricht ein, der Betriebszweig Tourismus ist bis 19. April bis auf Geschäftsreisende geschlossen.
Direkt anstehend als weinbauliche Arbeit ist die Ausbringung der Pheromone davon betroffen, teilweise fehlen
Helfer, hier sind einige Fragen eingetroffen. Einschränkungen ergeben sich inzwischen im Behördenverkehr.
Daher in kurzem Abstand nochmals ein Info.
Zu den tierischen Schädlingen
Um die Infektionsgefahr bei der Ausbringung der Dispenser möglichst klein zu halten, wird folgende
Vorgehensweise empfohlen. Die Verfahren sind für die Ausbringung in der Regel in Blocks eingeteilt. Um einen
möglichst geringen Personenkontakt sicherzustellen, sollten die Blocks zeitlich und, falls in grossen Verfahren
doch teilweise gleichzeitig gearbeitet wird, räumlich getrennt aufgehängt werden. Dafür ist das notwendige
Material über die Verfahrensleitung zuzuteilen. Bei der Ausbringung ist genügend räumlicher Abstand
vorhanden, da mindestens jede zweite Zeile in modernen 2 m Anlagen, jede dritte in engerer Zeilung aufgehängt
wird. Der Badische Weinbauverband hat eine Pressemitteilung für die Motivation von Freiwilligen veröffentlicht,
die beigelegt ist. Da inzwischen Treffen aus Freizeit – oder Veranstaltungsgründen stark eingeschränkt sind, ist
darauf hinzuweisen, dass die Ausbringung von Pheromon für die freiwilligen Helfer eine unbedenkliche Arbeit ist,
sofern dies keinen Versammlungscharakter hat. Die beliebten Nachausbringungshocks fallen leider alle aus.
Sonstige Hinweise
Hinweise zum Dienstbetrieb des Landratsamtes Breisgau – Hochschwarzwaldes und zur
Antragsannahme:
Um die Ausbreitung des Corona Virus zu hemmen und die Mitarbeiter schützen sind ab sofort alle Gebäude
des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwaldes geschlossen.
Antragsannahme in Breisach: Aufgrund der aktuellen Situation können wir Ihren Antrag zu dem von
Ihnen gebuchten Termin nur noch per Telefon-Hotline abwickeln. Eine persönliche Annahme ist nur in
begründeten Ausnahmefällen möglich! Sie werden daher zu der von Ihnen gebuchten Uhrzeit von uns
angerufen.
Für dieses Telefonat mit dem Fachbereich Landwirtschaft haben Sie bereits einen Termin reserviert. Falls
nicht, können Sie diesen unter www.lkbh.de/landwirtschaft online reservieren. Falls Sie Hilfe bei der Online-
Terminreservierung benötigen, melden Sie sich bitte bei der Terminhotline: 0761/2187-9580 (Montag -
Donnerstag von 8:00 Uhr – 12:30 Uhr und von 13:30 Uhr - 15:00 Uhr sowie Freitag 08:00 Uhr – 12:00 Uhr).
Ansonsten wird auf die Mitteilungen der jeweiligen Kreisbehörden verwiesen.
Das nächste Weinbauinfo erfolgt Ende März 2020.
Die gemachten Angaben gelten für den Vegetationsstand des Oberrheintales. Für den
Bodensee sind die gemachten Angaben an den örtlichen Vegetationsstand anzupassen.
Dieses Info erscheint nicht auf dem Anrufbeantworter. Bitte informieren Sie ihre Kollegen.
gez.: Zuberer


Corona-Pandemie hat erste Auswirkungen für den Weinbau
Während Spargelbauern bereits um Ihre Ernte bangen, weil die Saisonarbeiter aus dem Ausland wegen der Grenzschließungen nicht nach Deutschland kommen, droht auch dem Weinbau ein akuter Mangel an Aushilfskräften. Zwar liegt die Weinlese noch in weiter Ferne, trotzdem werden aktuell dringend Helfer benötigt, die für die rechtzeitige Ausbringung der ökologisch so bedeutenden Pheromondispenser sorgen. Diese sollten in den kommenden Wochen flächendeckend in Rebzeilen und Weinbergsrandzonen ausgebracht werden, um die Vermehrung des Traubenwicklers, eines für den Weinbau relevanten Schädlings, umweltschonend zu verhindern.
„Üblicherweise finden sich für diese leichte und angenehme Arbeit immer Freiwillige in den Weinbaugemeinden - nicht so in diesem Jahr.“, beklagt Weinbauberater Steffen Renz. „Die Menschen scheinen durch den Ausbruch der Corona-Pandemie so verunsichert, dass sich aktuell ein Mangel an Aushilfskräften abzeichne.“
Nach Einschätzung der Verantwortlichen des Badischen Weinbauverbandes und die örtlichen Pheromongemeinschaften könnte sich daraus eine ernste Situation ergeben, denn eine Eindämmung der Traubenwicklerpopulation kann nur dann gewährleistet werden, wenn zeitnah und flächendeckend für eine Ausbringung der Ampullen mit dem Sexuallockstoff gesorgt wird.
Um die eigene Gesundheit muss sich dabei keiner Gedanken machen, denn der Sicherheitsabstand kann durch die übliche Breite der Rebzeilen eingehalten werden, zumal nicht in jeder Zeile Ampullen ausgehängt werden. Die Verantwortlichen werden außerdem für eine möglichst optimale Einteilung der Aushilfskräfte sorgen. Das gemeinsame Treffen zu Beginn des Aufhängens und der übliche „Abschlusshock“ sollten allerdings in diesem Jahr entfallen, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Ausbringung selbst könnte allerdings sogar positive Effekte haben, denn Gesundheitsexperten raten in der aktuellen Situation dazu, viel frische Luft und Sonne zu tanken. Für das Aushängen der Ampullen benötigt man keine weinbaulichen Vorkenntnisse. Es ist ohne große Anstrengung durchführbar.
In Abstimmung mit der Weinbauberatung ruft der Badische Weinbauverband also freiwillige Helfer dazu auf, sich bei der Weinbauberatung für einen Pheromoneinsatz zu melden. Die Koordination übernehmen die Weinbauberater der einzelnen Bereiche. Eine Erstinformation erteilt Weinbauberater Steffen Renz vom Landwirtschaftsamt Emmendingen.
Kontakt:
Tel. 07641 451-9132
Fax. 07641 451-9144
Mobil 0175 7243465
E-Mail: s.renz@landkreis-emmendingen.de




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( zwischen Villingen und Mönchweiler)
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Postanschrift:
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Waldau 4
78126 Königsfeld-Buchenberg
07725 2275 und 0171 348 10 15
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